Deutsche Sprüche

Typisch deutsche Sprüche, bei denen ich regelmäßig Brechreiz bekomme.

Die Liste wird sicherlich noch länger.

  • „Scheiß Radfahrer!“
  • „Das ist ein Fahrradweg!“
  • „Jetzt fahr schon zuUU!“
  • „Das darf man doch wohl noch sagen dürfen!“
  • „Wo kämen wir denn da hin, wenn das alle machen würden!“
  • „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!“, völkisch abgewandelte Neuauflage von:
  • „Geh doch rüber [DDR], wenn’s dir hier [BRD] nicht passt!“
  • Irgendein Witz vom Stand-Up-Komiker. Publikum: „Hah, ha, ha!“. Danach irgendein Witz über den 2. Weltkrieg. Publikum: „Ohoh! Hoh! Hoh!“
  • „Ich habe nichts gegen __________, aber…“

Ottensen ist ja so schön bunt

„Ach, Ottensen ist ja so schön bunt!“ Ich habe keine Ahnung wovon ihr redet. Das was ihr meint, gab es vielleicht vor 30 Jahren. Aber das kennt ihr ja gar nicht. Heute ist Ottensen eine gentrifizierte 08/15-Ansammlung von hippen Bars, coolen Cafés, ein einziger Einheitsbrei von Öko-Supermärkten und Edelboutiquen mit grünem Anstrich. Die Werbefirmen und Startups haben Ottensen echt voll nach vorne gebracht. Und seitdem ihr eine Eigentumswohnung hier habt, gehört ihr voll dazu, Mann!

Ich weiß, dass euch die Architektur und das Straßenbild euch an Monmartre erinnert. Aber kennt ihr eigentlich die Menschen, die schon immer hier gelebt haben überhaupt? Vor lauter savoir vivre interessieren sie euch auch überhaupt nicht. Schließlich war es früher, als euer Makler euch die Wohnung gezeigt hat (vor 5 Jahren), ja auch schon so wie jetzt.

„Ach, Ottensen ist ja so interkulturell!“ OK, einmal bitte in die Statistik schauen. Man staune: Der Ausländeranteil in Ottensen ist im Hamburger Vergleich weit unterdurchschnittlich, was nicht immer so war (ich denke da natürlich an die Vor-Mercado-Zeit in den 80ern). Aber ihr habt es tatsächlich geschafft, die Ausländer zu verdrängen. Bravo!

„Ottensen ist ein echtes Klein-Istanbul!“ Häh? Wo siehst du hier bitte einen Türken? Wieviele türkische Nachbarn hast du? Ach ja, die Döner-Läden! Und bitte dreimal raten, wieviele türkische Gemüsehändler es in Ottensen noch gibt (*Antwort siehe unten). Geh mal lieber auf die Veddel oder nach Wilhelmsburg, falls du dich traust und es überhaupt deinem Niveau entspricht.

Ich prophezeie dir, dass es dir irgendwann zu laut in Ottensen wird und du dann doch schön in die Elbvororte oder nach Eppendorf ziehst. Die Ur-Ottenser wohnen aber schon längst in den Plattenbauten am Osdorfer Born oder am Lüdersring und dürfen netterweise noch in ihrer Heimat Ottensen spazieren gehen. Gut gemacht, vielen Dank.

*Antwort: 2. Auch nur mit dem Glück, einen guten Mietvertrag von früher zu haben. Du kannst gerne mal die Corner-Kioske für mich zählen und als Kommentar posten.

Corona: Der eigentliche Skandal

Ist schon okay, denke ich mir, wenn da ein neues, offenbar gefährliches Virus auftaucht, und zunächst alle Schotten dichtgemacht werden. Schließlich weiß man noch nicht, wie man damit umgehen soll. Natürlich muss die Gesundheit der Menschen immer Vorrang haben.

Wenn dann sämtliche Freizeitaktivitäten für Senioren eingestellt werden und Selbsthilfegruppen für psychische Probleme oder in der Suchtarbeit zunächst schließen – geschenkt.

Es geht dem Hamburger Senat also um die Gesundheit seiner Bürger. Dann soll er mir doch bitte erklären, Warum Restaurants und Kneipen 5 Wochen (13.05.2020, siehe Schankwirtschaften) vor den Selbsthilfegruppen (15.06.2020) aufmachen dürfen. Geht es jetzt plötzlich doch nur ums Geld?

Während sich die Leute also schon längst in den Kneipen unter den Barhockern rekeln und sich auf der Reeperbahn oder beim Cornern reihenweise in die Arme fallen, dürfen Depressive oder Suchtkranke erstmal 5 Wochen warten, bis sie sich in einigen wenigen wiedereröffneten Gruppen unter klinischen Bedingungen mit Maske wieder treffen dürfen. Senioren verschimmeln weiter zu Hause, während ihre erwachsenen Kinder längst auf Malle den Ballermann feiern.

Vor lauter Rücksichtnahme auf Wirtschaft und Bevölkerung nimmt die häusliche Gewalt rasant zu, Menschen vereinsamen zunehmend, psychische Krankheiten werden immer schlimmer, das Leben sehr vieler Menschen geht geradezu den Bach runter. Wie kann man Hilfsangebote für diese Menschen einfach einstellen? Hier geht es doch genau so um die Gesundheit!

Was ist wohl ansteckender: Das wöchentliche Senioren-Bingo im Bürgerhaus oder der Freitagabend in der Eckkneipe bei Musik aus der Jukebox? Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe für Angststörungen oder Party feiern im Elbschlosskeller (oder halt im Hofbräuhaus)?

Wenn es euch wirklich um die Gesundheit gefährdeter Menschen ginge, dann würdet ihr unter gar keinen Umständen die Selbsthilfe- und Freizeitangebote für diese Menschen einschränken, sondern eher erst einmal die Gastronomie dichtmachen. Na schön, macht in den Kneipen einen drauf und cornert euch dicht, aber dann macht es den Menschen nicht noch schwerer, die von vornherein schon jeden Tag zu kämpfen haben.

Wer die letzte Zeit mal in die Morgenpost oder die Bild geschaut hat, konnte immer schön auf Doppelseite lesen, wie die armen Gastronomen unter Corona leiden. Echt eindrucksvoll, wie es die Gastronomie schafft, sich in den Vordergrund zu drängeln, als gäbe es keine anderen Branchen oder Betroffenen. Jedenfalls weiß man dann, wer hier die einflussreichere Lobby hat. Alte oder einsame Menschen, psychisch Kranke, von Gewalt Betroffene und viele Andere haben sie jedenfalls nicht.

Brief an einen PEGIDA-Anhänger

Lieber Pegida-Anhänger,

ich habe da ein paar Dinge, die ich dir mal sagen wollte, aber habe es mir bisher nicht getraut, dir gegenüber frei meine Meinung zu sagen. Ich muss nämlich wegen dir inzwischen höllisch aufpassen, was ich öffentlich sage. Ja, Leute wie du verbieten mir nämlich meine Meinung, indem sie gleich ausrasten, egal was ich sage und egal wie offen ich ihnen vorher zugehört habe.

Bevor ich zu meinem Hauptanliegen komme, möchte ich erst hier einmal was klarstellen: Du läufst mit dem christlichen Kreuz vorneweg? Wann hast du das letzte Mal die Bibel aufgeschlagen oder gar gebetet? Du hast keine Ahnung vom Christentum, wahrscheinlich kennst du aus dem Internet mehr Zitate aus dem Koran als aus der Bibel. Nimm mal die Bibel zur Hand, schlag das neue Testament auf und lies mindestens die Evangelien (das sind die ersten vier Bücher) und die Apostelgeschichte, bevor du wieder auf die Idee kommst, ein christliches Symbol für deine politischen Zwecke zu missbrauchen. Damit beleidigst du nämlich das Christentum.

Es gibt vieles, was mich an dir stört und könnte darüber Romane schreiben. Ich schreibe dir heute aber vor Allem wegen deiner Behauptung, es gebe in Deutschland keine Meinungsfreiheit und wegen deines ständigen Rufes nach Putin. Natürlich gibt es nirgendwo auf der Welt die totale Freiheit, schließlich müssen die Menschen nach bestimmten Regeln zusammenleben. Aber nehmen wir dann doch ein paar Beispiele aus Russland, welches du ja so toll findest:

Alles schon passiert, alles keine Einzelfälle.

Nein, in Deutschland darf man nicht alles öffentlich tun und sagen, stimmt. Aber in Hamburg gehe ich zum nächsten Polizisten, sage „hiermit melde ich eine Demonstration an“ und schon dürfen wir demonstrieren. Keiner würde mich ins Lager stecken wollen, wenn ich die Rückgabe des Saarlandes an Frankreich fordern würde. Würde ich Polizeigewalt anprangern, käme ich in Deutschland nicht gleich vor den Haftrichter.

Während du jeden Montag im Stadtzentrum gegen das Establishment demonstrieren und nach Putin rufen darfst, werden in Moskau Demonstrationen gegen das russische Establishment regelmäßig verboten, einfach nicht genehmigt oder an den Stadtrand abgeschoben. In Russland ist ja alles so viel besser als in Deutschland.

Und die deutsche „Lügenpresse“ verbietet dir deine Meinung. Du guckst lieber RT Deutsch. Mach dir endlich klar, das RT das ist, was du den deutschen Öffentlich-rechtlichen unterstellst: Nämlich ein Propagandasender der russischen Regierung, was überhaupt kein Geheimnis ist. Und mach dir klar, dass die russischen Medien in Russland anders berichten, als sie es in Deutschland tun. Da werden Interviews mit Phantasieübersetzungen synchronisert, und alles so zusammengeschnitten, dass am Ende das Gegenteil rauskommt, gelogen, dass sich die Balken biegen und Leute völlig fertiggemacht. Es geht nur darum, die Leute glauben zu lassen, Russland habe immer Recht und die Welt habe sich gegen Russland verschworen.

Alle, die eine andere Meinung haben als wir in Russland, sind Feinde, also „Faschisten“. Und da ein Russe per dieser Definition kein Faschist sein kann, sind Russen mit liberaler Meinung halt alle homosexuell.

Während im deutschen Fernsehen immer mal wieder schöne und unpolitische Bilder über Russland gezeigt werden („Russland von oben“ oder „Die Wolga – Seele Russlands“ ), gibt es so etwas über nicht genehme Länder (u.a. Deutschland) im russischen Fernsehen seit 2013 überhaupt nicht mehr. Realisiere es endlich, unparteiische Berichterstattung gibt es in Russland nicht, nur Propaganda aus allen Registern und meist aus der untersten Schublade.

Selbst wenn russische Staatsmedien im Ausland zum Teil wahre Geschichten verbreiten, muss man sich klarmachen, dass man auch mit der Wahrheit lügen kann. Ein kleines Beispiel: Während der Proteste der Gelbwesten in Frankreich veröffentlichte RT täglich durchschnittlich 6,6 Videos zum Thema auf Youtube, über die Moskauer Proteste gegen den undemokratischen Ausschluss eines Bürgermeisterkandaten gab es hingegen täglich durchschnittlich 0,18 Videos. Ein russischer Staatskanal berichtet also 37 mal mehr über ein Thema im Ausland, als über ein russisches. Sehr ausgewogene Berichterstattung.

Eins noch: Du behauptest ständig, Putin würde andauernd von der „deutschen Lügenpresse“ schlechtgeredet? Lies dann mal diesen Artikel vom (wahrlich nicht linken) Journalisten und Buchautoren Boris Reitschuster.

Wer einmal Hähnchen süß-sauer gegessen hat, ist noch lange kein Jackie Chan. Hör auf, dich für einen Russlandexperten zu halten, nur weil du aus dem Osten kommst, vielleicht sogar ein paar Jahre Russisch in der Schule hattest, in den Achzigern mal einen sowjetischen Soldaten am Dresdner Hauptbahnhof gesehen hast und ansonsten RT Deutsch guckst und Sputnik liest. Nur weil du vielleicht einen Russlanddeutschen kennst, der deine Meinung teilt, hast nicht du gleich voll die Ahnung.

Lerne erst einmal fließend Russisch und erlebe mindestens ein Jahr den Alltag in Russland. Danach kannst du mir sagen, das Leben in Russland sei besser, sicherer und freier als in Deutschland.

Habe ich dir mit meinem Brief jetzt DEINE Meinung verboten? Nein, ich habe dir nur MEINE Meinung gesagt.

Dein Max Mustermann

Brief an einen Reichsbürger

Lieber Reichsbürger,
vielleichst nennst du dich auch anders, es geht mir aber um Inhalte, nicht um Bezeichnungen. Es steht dir frei, dich angesprochen zu fühlen, jedenfalls soweit du überhaupt an die Möglichkeit glaubst, in dieser Gesellschaft noch frei denken zu können.

Kommen wir gleich zur Sache. Du willst mir die ganze Zeit weißmachen, die Bundesrepublik sei ein unrechtmäßiger Staat, schließlich sei das Deutsche Reich niemals erloschen. Außerdem seien die Grenzen von wahlweise 1871/1914 oder 1937 die völkerrechtlich korrekten.

Von welchem Deutschen Reich sprichst du? Ich habe keine Ahnung, was du meinst. Das Weströmische Reich ist doch überhaupt noch nicht untergegangen, oder kannst du mir das Gegenteil mit einer Urkunde oder Ähnlichem beweisen? Staatsrechtlich gesehen hat das Weströmische Reich also noch Bestand und erstreckt sich im Norden weiterhin bis zum Rhein und zur Donau.

Die Gebiete östlich der Elbe wiederum sind bis heute slawisch. Die deutsche Ostkolonisierung im Mittelalter war unrechtmäßig, schließlich wurde den Slawen ihr Land einfach gegen ihren Willen weggenommen, weshalb es ihnen, rechtlich gesehen, weiterhin zusteht. Der Deutsche Orden war eine christlich-fundamentalistische Terrororganisation, die andere Länder unrechtmäßig eroberte und dessen Völker den christlichen Glauben und seine deutsche Herrscher aufzwang. Wie gesagt, zeig mir einen schriftlichen oder anderen stichfesten Beweis, dass die Deutschen die Ostgebiete legal erworben haben.

Im Norden liegt die Grenze zu Dänemark bis heute die Eider. Das Herzogtum Schleswig war schon immer dänisches Lehen. Nach dem deutsch-dänischen Krieg von 1864 wurde es unrechtmäßig von Preußen annektiert, Dänemark widerrechtlich dazu gezwungen, dieses urdänische Land abzugeben. Na gut, darüber müsste man noch diskutieren, Dänemark hat ja den Krieg verloren und einen Friedensvertrag unterschrieben. Aber spätestens die Volksabstimmung von 1920 ist illegal, da sie von fremden Mächten aufgezwungen wurde. Dänemark hätte sich ganz Schleswig nach dem 1. Weltkrieg problemlos zurückholen können, es war vor den Preußen ja auch schon immer Dänisch.

Das wären also die rechtmäßigen Grenzen Deutschlands, wenn wir deiner Logik konsequent folgen.

Jetzt kommen wir zu deiner Behauptung, Deutschland sei bis heute ein besetztes Land. Dass es die USA rechtmäßig überhaupt nicht gibt, muss ich dir wahrscheinlich nicht erklären. Bevor ich aber zum 2+4-Vertrag komme, noch ein paar Worte zu Russland und zur Sowjetunion:

Weder Russland, noch die Ukraine oder Weißrussland, geschweige denn die Sowjetunion, hat es jemals rechtmäßig gegeben. Die Kiewer Rus wurde nach dem Mongolensturm und anschließender Fremdherrschaft von den Moskauer Herrschern usurpiert, die in Wahrheit die Herrschaft der Mongolen fortführten. Zeig mir ein Dokument, das belegt, dass die Moskauer Herrschaft, aus der das sogenannte „Russland“ entstanden sein soll, rechtmäßig von Kiew an Moskau übertragen wurde. Rechtlich gesehen ist der rechtmäßige Souverän nämlich weiterhin der Großfürst von Kiew, auch wenn sein Thron seit damaliger Zeit vakant ist und dementsprechend neu besetzt werden müsste.

Konntest du mir soweit folgen? Siehst du nicht, wie durchgeknallt und selbstgerecht diese Art zu denken ist?

Nun behauptest du, Deutschland sei völkerrechtlich nicht souverän, gar ein besetztes Land und außerdem weiterhin im Kriegszustand. Deine Lieblingsargumente sind, es gäbe ja keine Verfassung, sondern nur etwas, was sich „Grundgesetz“ nennt. Deutschland sei seit dem 2+4-Vertrag weiterhin kein souveränes Land, da dort nicht von einem Friedensvertrag die Rede sei, das Abkommen sei nur „anstatt eines Friedensvertrags“ geschlossen worden.

Jetzt will ich dir mal was ganz grundsätzliches verklickern, was in der Wissenschaft vor spätestens 100 Jahren schon angekommen ist, bei dir aber offensichtlich noch nicht: Wörter haben zwei Seiten, und zwar die Form auf der einen, die Bedeutung auf der anderen. Nur weil ein Wort wie „Grundgesetz“ nicht die Form „V‑E‑R‑F‑A‑S‑S‑U‑N‑G“ hat, bedeutet dies nicht, das dieses Wort nicht die Bedeutung von „Verfassung“ haben kann. Es kommt darauf an, welche Bedeutung man einer Wortform zuschreibt.

Die Form eines Wortes bestimmt nämlich nicht automatisch seine Bedeutung. Die Bedeutung wird von den Sprachgemeinschaften bestimmt, die aus Institutionen und individuellen Sprechern bestehen. Und wenn in einer Sprachgemeinschaft mehrheitlich und dauerhaft der Konsens gefunden wurde, die eine oder andere Wortform mit einer bestimmten Bedeutung zu belegen, dann haben wir ein Wort mit neuer Bedeutung, völlig unabhängig davon, was das Wort vielleicht im Mittelalter bedeutete oder was die Summe seine Teile bedeuten könnten. Guck doch mal hin: „Ver-fass-ung“ oder „Grund-ge-setz“. Was hat eine Verfassung mit „fassen“ zu tun, oder ein Gesetz mit „setzen“?

Auf dem Personalausweis steht „Personal-“ drauf, was für dich als Beweis gilt, die Bundesrepublik sei eine Firma oder gar eine GmbH, in der wir alle nur Angestellte seien. Damit sagst du mir zweierlei: zum Einen du hast die Bedeutungen und die Herleitung des Wortes „Personal“ nicht begriffen. Ich empfehle dir dringend die Lektüre einer Einführung in die Sprachwissenschaften. Zum Anderen hast du keine Ahnung, was Unterschied zwischen einer Firma und einem Staat ist. Die Fernuni Hagen bietet Bachelor- und Masterstudiengänge in BWL und VWL. Auch Politikwissenschaften und Jura könnten dir völlig neue Horizonte eröffnen.

Zurück zur Zeitgeschichte. Deutschland hat in den 2+4-Verträgen darauf bestanden, den Friedensvertrag nicht explizit so zu nennen, weil sonst viele europäische Länder erstmals nach dem 2. Weltkrieg das Recht gehabt hätten, Deutschland gegenüber Reparationsforderungen geltend zu machen. Da der Friedensvertrag jetzt nicht so genannt wird, glaubt Deutschland guten Gewissens beispielsweise Griechenland nicht mehr entschädigen zu müssen. Hör dir dieses Interview mal an.

Mach dir endlich klar, dass dieses „anstatt eines Friedensvertrages“ nicht von Amerikanern kommt, die Deutschland knebeln wollen, sondern von den Deutschen, die sich wie immer alles so zurechtlegen, wie es ihnen gerade passt. Diese selbstgerechte, deutsche Rosinenpickerei, sehe ich in der deutschen Politik genau so wie bei dir und sie kotzt mich einfach nur an.

Was Schiedgerichte schließlich angeht, die ja angeblich über der deutschen Souveränität stehen, so sage ich, das ich es auch nicht gut finde, das sie hinter den Kulissen arbeiten. Aber schau dir die Abkommen mal einzeln an. Sie betreffen ja nicht nur Deutschland, sondern auch den Vertragspartner. Wenn du ein Abkommen findest, das die Souveränität Deutschland als ganzes aushebelt, dann lege es mir hier auf den Tisch. Und wenn du mir dem „tiefem Staat“ kommst, dann zeige mir die Beweise, oder sage mir, wo sie zu finden ist. Aber bitte nicht irgend einen Scheiß aus dem Internet, sondern im Original.

Hör endlich auf, Cowboy und Indianer zu spielen. Wenn du zuviel Zeit hast, dann lass mal die Youtube-Kanäle weg. Keine halben Sachen, mal hier mal da irgendwas im Internet. Mach es ganz und geh in die Bibliothek. Lies eine Einführung, wahlweise über Völkerrecht, Politikwissenschaften, Geschichte des 19. und 20 Jahrhunderts, Zeitgeschichte, Linguistik. Keine Sorge, du bist schlau genug, dich davon nicht hypnotisieren zu lassen, keiner zwingt dich, irgendwas zu glauben. Du kannst in der Uni auch einfach mal so in eine Vorlesung gehen, da wird keiner was gegen sagen. Gut, vielleicht glaubst du dem Professor nicht, aber um etwas glaubwürdig kritisieren oder interpretieren zu können, muss man die Grundlagen beherrschen, selbst wenn sie einem zuwider sind.

Ich weiß, dass ich hier gegen eine Wand schreie. Aber es tut mir gut, jetzt ist es gesagt und ich kann mich für heute wieder den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zuwenden.

Ich schreibe demnächst wohl noch einen Brief an den Pegida-Anhänger und einen an den Verschwörungstheoretiker. Die Briefe bekommst du natürlich auch, da wird noch ein wenig über „sogenante“ Meinungsfreiheit und „Lügenpresse“ drin stehen.

Also bis dann,
dein Max Mustermann

Pølsetysker – das dänische Schimpfwort für Deutsche

Wer kann mir erklären, warum die Dänen ein Schimpfwort für die Deutschen haben – pølsetysker -, die Deutschen aber kein Schimpfwort für die Dänen?

Es ist schon seltsam, denn entgegen meiner Erwartungen, damals als ich nach Dänemark ging, sind die Dänen nicht viel anders als die Deutschen. Und interessanterweise ist diese „Nicht-Verschiedenheit“ weder den Deutschen, noch den Dänen bewusst. Doch sicher, es gibt Unterschiede in der Mentalität, sogar noch zwischen Norddeutschen und Dänen. Diese sind aber so gering, dass sie eigentlich nur jemand erkennen kann, der beide Kulturen und Sprachen gut genug kennt.

Den Begriff pølsetysker – „Wurst-Deutscher“ oder „Würstchendeutscher“ – gibt es schon lange, er ist seit spätestens 1905 belegt und war schon immer negativ besetzt, mit dem Hinweis „herablassend“ steht er seitdem auch in allen Wörterbüchern. Er bezeichnete zunächst die deutschen Touristen, die ihr eigenes Essen aus Deutschland mitbrachten. Gemeint war mit diesem Schimpfwort wohl aber immer die Einstellung der Deutschen, auch ihre Lebensart und ihre Einstellung mitzubringen und diese ignorant, arrogant und selbstgefällig auch vom Gastland zu erwarten. Der geneigte deutsche Leser wird diesem Gedankengang womöglich soweit folgen können.

Die Deutschen haben allgemein eine hohe Meinung von den Dänen, sie seien „ja immer sooo nett und freundlich“. Da fällt mir sogleich die Erzählung meiner Mutter darüber ein, wie perplex sie war, als sie nach Deutschland kam und feststellen musste, dass es in Deutschland dieselben Arschlöcher wie in Dänemark gibt. Denn in ihren Augen waren die Deutschen, die in Dänemark Urlaub machten, ja auch alle immer so nett. Als ich dagegen 2007 nach Dänemark ging, begriff ich plötzlich, was sie meinte, bloß mit umgekehrten Vorzeichen: Es gibt ja hier in Dänemark genau dieselben Arschlöcher, noch nicht einmal weniger als in Deutschland! Das hatte ich vorher nie bemerkt, da ich vorher immer nur zu Besuch war. Deutsche im Urlaub bemerken das natürlich auch nicht, weil es in Dänemark der Standard ist, dem Anderen gegenüber zunächst freundlich zu sein. Und lange genug wird man als Tourist dann auch nicht bleiben und man wird kaum dahinterkommen, dass die Dänen sehr viel mehr als die Deutschen durch die Blume reden.

Während Deutsche also stets eine hohe Meinung von den Dänen haben, ist die Meinung der Dänen über die Deutschen eher zwiespältig. Es gibt schon die Einen, die den Deutschen gegenüber sehr positiv gesinnt sind. Andere wiederum finden ihre Abneigung den Deutschen gegenüber geradezu schick.

Auch wenn man es mir nie glauben will, aber jemand, der als Deutscher eingeordnet wird, wird vielleicht nicht jeden Tag, aber doch regelmäßigen Abständen das Wort pølsetysker hinterm Rücken zu hören bekommen. In den Fällen, in denen es einem ins Gesicht gesagt wird und man dies daraufhin nicht besonders lustig findet, wird immer beteuert, man habe es doch nur scherzhaft gemeint. Aber wie es mit Schimpfwörtern halt so ist, es kommt nicht daurauf an, wie sie gemeint sind, sondern wie sie beim Betreffenden ankommen. Natürlich können Dänen das nicht aus eigener Erfahrung wissen, schließlich gibt es in keiner mir bekannten Sprache ein Schimpfwort für sie.

Frys ud

Vielleicht ist man einem Deutschen gegenüber zunächst auch nett und freundlich. Das war’s dann aber auch, man dreht sich wieder weg. Schlimmstenfalls wird mit einem das gemacht, was die Dänen als „at fryse nogen ud“ bezeichen: jemanden „rausfrieren“ lassen, also weiterhin zu ignorieren, bis dieser irgendwann von selbst weg ist.

Da fällt mir als Extrembeispiel immer eine Situation auf dem Roskilde Festival ein. In meiner ersten Zeit in Dänemark meldete ich mich dort als Freiwilliger, eben um mich etwas zu engagieren. Auf meiner ersten von drei Schichten hatte ich vier Kollegen, ein Liebespärchen, das die ganze Zeit mit sich selbst beschäftigt war, okay, und zwei andere Jungs, mit denen ich mich noch die ersten zwei Stunden unterhielt. Bis die Frage kam, wer denn meine Freunde seien und wo unser Zelt stehe. Als ich antwortete, ich sei alleine auf das Festival gekommen um mich einzubringen, ich sei ja neu Dänemark, wurde ich schief angeguckt und gefragt: „Was, du hast hier keine Freunde?“ – die restlichen sechs Stunden der Schicht wurde nicht mehr mit mir geredet.

Gæstfrihed

So musste ich nach und nach zu meiner schweren Enttäuschung feststellen, dass der Begriff „Gastfreundschaft“ in Dänemark für die Meisten ein Fremdwort ist. Gastfreundschaft bedeutet nämlich mehr, als heute mal dem Gast gegenüber freundlich zu sein. Aber ein Hr. Sørensen oder ein Hans Jensen hat seine Freunde zumeist bereits seit dem Kindergarten oder der Schule, neue Leute müssen sich dann schon was wirklich Außergewöhnliches ausdenken. Und als Deutscher ist man da eben nicht interessant oder besonders genug, was für die meisten anderen Nationalitäten genauso gilt, wie ich in unzähligen Gesprächen mit anderen Einwanderern feststellen konnte. Letztendlich kommt man in Dänemark nur über Freunde in Gesellschaft. Beispielsweise wäre es völlig undenkbar, einfach eine Dame im Park anzusprechen. Ihre erste Frage wäre wahrscheinlich, woher man sich denn kenne und ob man überhaupt gemeinsame Freunde habe. Danach wäre dann auch schon alles gesagt.

Es ist in Dänemark einfach so: Wir werden dich nur vollständig akzeptieren, wenn du so aussiehst wie wir und akzentfrei Dänisch sprichst. Diese Einstellung haben die meisten Dänen, auch wenn sich fast niemand dessen wirklich bewusst ist, egal für wie tolerant man sich hält. Nach zehn Jahren in Dänemark sah es so aus, dass alle meine Freunde dort Migrationshintergrund hatten. Ich finde das für mich nicht weiter schlimm, es wirft aber schon ein bestimmtes Licht auf die Dänen.

Toleranz

Die allgemeine Überzeugung in Dänemark ist, man sei ein außerordentlich tolerantes Volk und sei ja so offen anderen gegenüber. Meine Erfahrung ist aber die, dass es, wie oben schon geschildert, mit der Offenheit nicht weit her ist. Und Toleranz wird in Dänemark meist fahrlässig mit Gleichgültigkeit verwechselt. Toleranz minus Respekt (nicht zu verwechseln mit Höflichkeit) ergibt Gleichgültigkeit. Man ist im besten Falle gleichgültig den Neuen gegenüber, meist wird aber gerade von Migranten die vollständige Assimilation erwartet, auch wenn man es schönfärberisch Integration nennt.

Wobei es einem dabei nicht einmal leicht gemacht wird. Kaum spricht man mit einem noch so leichtem Akzent, wird oft sofort ins Englische gewechselt. Wie soll man das verstehen? „Du kannst nicht gut genug Dänisch“ oder „Lass es, du wirst eh nie dazugehören“? Kann sein, dass es eigentlich nur gut gemeint ist, aber wird so das Dänischlernen oder die Integration auch nur ansatzweise erleichtert? Du musst aber, wie gesagt, akzentfrei Dänisch sprechen, um wirklich zu uns zu gehören! Und überhaupt, so der Tenor, die ganzen Einwanderer wollen sich ja gar nicht integrieren, sondern nur abkassieren! Abgesehen davon sind uns die Migranten aber egal.

Das fortschrittlichste und aufgeklärteste Land der Welt

Das selbstzufriedene Bild Dänemarks von sich selbst ist das des aufgeklärtesten, fortschrittlichsten und tolerantesten Landes der Welt, natürlich zusammen mit den anderen nordischen Ländern. Da müssen alle Anderen überhaupt erst noch hinkommen, auch die Deutschen. Viele Deutsche, die lange in Dänemark leben, kennen es: In Diskussionen über das eine oder das andere Thema kommt es immer mal wieder vor, dass einem lächelnd und gütig-nachsichtig zu verstehen gegeben wird, man habe dies oder jenes als Deutscher „wohl einfach noch nicht verstanden“.

Zum Beispiel diskutierten wir einmal über Neonazis und ich meinte, solche Gruppierungen müssten in Dänemark endlich verboten werden, weil sie, genauso wie radikale Islamisten, gemeingefährlich sind und es völlig unmöglich ist, mit ihnen zu diskutieren und einen Konsens zu finden. Nein, entgegnete man mir, man müsse tolerant sein, Allen eine Gesprächsplattform bieten und sie im Übrigen einfach ignorieren. Das sei etwas, was ich als Deutscher noch nicht richtig verstanden hätte. Mein Hinweis auf den NSU als Beispiel verhallte natürlich ungehört – der Deutsche hat eben einfach noch keine Ahnung davon, wie man’s richtig macht.

Wo wir dann wieder bei dem Deutschenbild des pølsetysker wären. Da wäre das Stereotyp des ignoranten, arroganten und selbstgefälligen Deutschen – lassen sich diese Attribute gar bei den Dänen wiederfinden? Die Deutschen als „Würstchen“ zu beschimpfen scheint vielleicht ganz niedlich, und hier kommt die Retourkutsche: In diesen Eigenschaften unterscheiden sich Deutsche und Dänen nämlich überhaupt nicht, nur verkaufen die Dänen dasselbe mit einem Lächeln im Gesicht. Ein dänischer Hotdog ist letztendlich auch nur ein Würstchen, nur mit einigen weiteren Zutaten farbenfroh ausgeschmückt. Weshalb ich angefangen habe, die Dänen liebevoll als „hotdog-danskere“ zu beschimpfen.

Es war zwar immer unter meinem Niveau, in irgendwelchen Situationen meinen dänischen Pass zu zücken. An dieser Stelle muss das aber sein: Ich darf die Dänen so nennen, bin selber einer. Leider muss ich mich so rechtfertigen, denn dass jemand mit Akzent und noch dazu mit nicht-dänischem Nachnamen auch ein Däne (in meinem Falle: Auslandsdäne) sein könnte, liegt bei den meisten Dänen außerhalb jedweder Vorstellungskraft.

Flanierquartier Ottensen – Cornern ohne Ende

Nun ist es soweit – Die Innenstadt von Ottensen ist teilweise autofrei. Das Flanierquartier soll nur für eine halbjährliche Testphase eingerichtet werden. Aber es muss doch jedem klar sein, dass die Testphase nur vorgeschoben ist und es so bleiben wird. Wer wird denn schon was dagegen haben, wenn der Autoverkehr zugunsten der Fußgänger zurückgedrängt wird und die Anwohner mehr Platz bekommen.

Aber um die Anwohner geht es doch nicht, die wurden ja auch überhaupt nicht gefragt oder ernsthaft in irgendwelche Planungen einbezogen.

Nein, es geht wie immer ums Geschäft. Ottensen soll noch attraktiver zum Einkaufen und Ausgehen werden, damit die Kasse stimmt. Die paar Apotheken, die nun schlechter beliefert werden können, werden sich eh nicht lange halten – Edelboutiquen, schicke Cafés und hippe Kneipen für Hipster, Yuppies und Bobos passen da doch viel besser rein! Da liegt doch der Umsatz und die Mieten können dank der zusätzlichen Lageaufwertung weiter angezogen werden. Ganz toll, was für eine Chance für Ottensen!

Es ist auch ohne irgendwelche Gutachten absehbar, dass Ottensen zum Einkaufzentrum und zur Partymeile mit Wohnanschluss für Gutsituierte werden soll. Günstigerweise liegt die Testphase im Winter, so dass wir die Auswirkungen der Autofreiheit nicht so krass bemerken werden. Ich verspreche euch aber, sobald Ottensen im Frühling endgültig als Flanierquartier firmiert, wird vom Bahnhof Altona bis zum Alma-Wartenberg-Platz durchgefeiert und –gecornert. Darauf können sich die Anwohner richtig freuen. Ruhiger wird es jedenfalls bestimmt nicht.

Bobos: Grüne Yuppies

Aufkleber: Grüner Yuppie HAU AB - Bobo GO HOME

Dieses von den alten Spontis inspirierte Bild eignet sich hervorragend, um in Ottensen, als Aufkleber gedruckt, sowohl ortsfremden Hipstern als auch grünen Yuppies oder spießigen Bobos die ihnen von den Eingeborenen entgegengebrachte Abneigung vor Augen zu führen.
Creative Commons LizenzvertragDas Bild ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz. Autor: chr_rasmussen (08/2019)

Um es klarzustellen: Gegen Grüne habe ich nichts, auch wenn ich sie nicht wählen würde. Yuppies sind mir da zwar weniger sympatisch, aber wenn sie ihren Lebensstil in Eppendorf oder Blankenese ausleben, dann sind sie mir auch egal. Und wenigstens stehen sie zu dem, was sie sind.

Dieser Aufkleber soll aber jene ansprechen, für die der rote Stern oder Che Guevaras Konterfei nichts weiter als Modeaccessoires sind. Leute, die glauben, mittendrin zu leben und besonders tolerant zu sein, weil sie ja den türkischen Gemüsehändler einmal die Woche nett grüßen – wobei das in Ottensen ja eigentlich nicht mehr geht, die meisten Gemüsehändler mit Migrationshintergrund sind ja inzwischen schon weggentrifiziert worden.

Gemeint sind die Konsumfanatiker, die sich ausdrücklich alternativ und öko geben, damit aber nur ihren Konformismus vor sich selbst verstecken, ihre Spießigkeit kaschieren und dazu glauben, sich mit ihrem Geld Teilhabe kaufen zu können. Diese Leute verdrängen das angestammte Millieu aus Ottensen, welches den Stadtteil doch „so schön bunt“ gemacht hatte. Nach dem Bau des Mercados (Quarree!), den Luxussanierungen und der einsetzenden Gentrifizierung verwandelt sich Ottensen zunehmend zu einem Grau-in-Grau von Ökosupermärkten, hippen Cafés und Edelboutiquen – für diejenigen, die das nötige Kleingeld haben.

Diese Leute sollen ruhig wissen, dass wir angestammten Bewohner sie nicht so toll finden, wie sie sich offenbar selbst. Uns interessiert deren grünlakierter, konsumorientierter „Lifestyle“ nicht die Bohne. Sollen sie doch in Eppendorf ein paar Häuser besetzen und dort eine Hipster-Kommune gründen, anstatt die Gemeinschaften anderer kaputt zu konsumieren. Leider werden die meisten von denen sich gar nicht erst angesprochen fühlen.

Zum Thema „grüne Yuppies“ und „Bobos“ empfehle ich diesen Artikel aus der taz: „Die Revolte als Pose“ sowie den Text „Willkommen in Bobocity – Wie ‚Bobos‘ auf der Suche nach Ursprünglichkeit und Authenzität diese unweigerlich zerstören“.